Schuppenflechte Behandlung ++ Psoriasis ++ neue Heilmittel bei Schuppenflechte

neue Heilmittel bei Schuppenflechte

Schuppenflechte was tun ?

Liebe Patientin, lieber Patient,

Sie haben von Ihrem Arzt die Diagnose Schuppenflechte Psoriasis erhalten und möchten nun mehr über diese Krankheit erfahren. Zunächst sollten Sie wissen:

Schuppenflechte ist nicht ansteckend,

aber sie ist oft mit einem erheblichen Leidensdruck verbunden. Es gibt jedoch gute Behandlungsmöglichkeiten, und vieles können Sie auch selbst tun.

Was ist Schuppenflechte

Die Haut des Menschen besteht aus Millionen winziger Hautzellen

und erneuert sich normalerweise innerhalb von drei bis vier Wochen. Diese Zeitspanne ist bei Menschen mit der Krankheit Schuppenflechte auf wenige Tage verkürzt, weil die Zellen der obersten Hautschicht schneller als bei einer gesunden Haut an die Oberfläche „wandern“. Als Folge bilden solche Zellen glänzende Schuppen auf roten Hautstellen.

Schuppenflechte verläuft von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich.

Sie kann einmalig auftreten, aber meistens besteht sie dauerhaft. Zeiten mit besserer und schlechterer Haut wechseln sich oft schubweise ab. Häufig besteht Juckreiz. Daher stammt auch der medizinische Fachbegriff der Krankheit: Psoriasis. „Psao“ bedeutet auf Griechisch „ich kratze“.

Am häufigsten kommt die Schuppenflechte am behaarten Kopf, Ellenbogen, Knie und Gesäß vor. Sie tritt aber auch an anderen Stellen der Haut auf, zum Beispiel am Bauchnabel, im Genitalbereich oder an den Nägeln.

Bei etwa jedem fünften Patienten kommt es zu schmerzhaften und geschwollenen Gelenken vor allem an Händen und Füßen – die sogenannte Psoriasis-Arthritis (Gelenksentzündung).

Wann tritt Schuppenflechte auf?

Etwa zwei bis drei von hundert Menschen haben eine Schuppenflechte. Die Krankheit beruht auf einer erblichen Veranlagung. Krankheitszeichen entstehen aber erst, wenn einer oder mehrere der folgenden Auslöser hinzukommen:

  • Reizungen oder Verletzungen der Haut
  • Stress, psychische Belastungen
  • Infekte
  • Rauchen
  • Einnahme von bestimmten Medikamenten, etwa Beta-Blocker gegen Bluthochdruck
  • hormonelle Veränderungen, zum Beispiel in der Schwangerschaft
  • klimatische Einflüsse, zum Beispiel Frühjahr oder Herbst

Manchmal lassen sich die Auslöser nicht ermitteln. Bestimmte Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Fettleibigkeit und Herzerkrankungen kommen bei Menschen mit Schuppenflechte häufiger vor.

Die Behandlung von Schuppenflechte

Schuppenflechte kann nicht geheilt werden. Ziel der Behandlung ist, eine möglichst lange Zeit ohne belästigende Erscheinungen auf der Haut, Juckreiz oder Schmerzen an den Gelenken zu leben. Jede Schuppenflechte ist anders. Sie sollten mit Ihrem Arzt die für Sie beste Behandlung wählen und vereinbaren, was Sie erreichen möchten.

Verschiedenene Behandlungen können kombiniert werden:

  • äußerliche Behandlungen von Schuppenflechte: Cremes oder Salben werden direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Anwendung: Wenn wenige Stellen betroffen sind und die Fläche der erkrankten Haut gering ist.
  • Lichtbehandlungen von Schuppenflechte: Das bedeutet, die Haut wird mit ultraviolettem Licht aus speziellen Geräten bestrahlt. Zum Teil sind bestimmte Wirkstoffe hilfreich, welche die Haut lichtempfindlich machen sowie Bäder mit Salzwasser.
  • Anwendung: Bei mittelschweren bis schweren Formen der Schuppenflechte und deutlich verringerter Lebensqualität.
  • innerliche Behandlungen von Schuppenflechte: Wirken auf den ganzen Körper, indem ein Medikament als Tablette eingenommen oder unter die Haut oder in die Blutgefäße gespritzt wird. Anwendung: Bei mittelschweren bis schweren Formen der Schuppenflechte und deutlich verringerter Lebensqualität. Hier gehören auch die Biologika (gentechnisch hergestellte Eiweißstoffe) dazu. Sie werden immer unter die Haut oder in die Blutgefäße gespritzt. Anwendung: Nur für Patienten, die auf andere Behandlungen unzureichend ansprechen oder sie nicht vertragen.
  • Basisbehandlung von Schuppenflechte: Sorgt dafür, dass die Haut in einem möglichst guten Zustand bleibt. Sie reicht als alleinige Behandlung meist nicht aus, kann aber gleichzeitig mit anderen Behandlungen erfolgen. Zur Basisbehandlung gehören rückfettende Cremes, Salben oder Lotionen. Anwendung: Als Ergänzung bei bestehenden Stellen mit Schuppenflechte und zur Pflege für die abgeheilte Haut.

Bei vielen Behandlungen wird der Arzt regelmäßig Ihr Blut kontrollieren, um mögliche Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen. Genaue Informationen der einzelnen
Behandlungen mit ihren Vor- und Nachteilen finden Sie in der Patienten Leitlinie.

Was Sie selbst tun können

  • Informieren Sie Ihren Arzt über Unverträglichkeiten oder Besonderheiten im Verlauf der Behandlung; auch Kleinigkeiten können wichtig sein.
  • Bestimmte Lebensgewohnheiten können nachweislich einen ungünstigen Einfluss auf die Behandlung nehmen, zum Beispiel Übergewicht, Rauchen,
    übermäßiger Alkoholkonsum und Stress. Diese Dinge sollten Sie vermeiden.
  • Die Schuppenflechte ist nicht ansteckend, aber sichtbar und entspricht nicht dem Ideal einer gesunden Haut. Andere Menschen reagieren oft ablehnend.
    Daher kann die Schuppenflechte Einfluss auf Ihre Familie, Partnerschaft, Sexualität und den Beruf nehmen. Haben Sie keine Scheu, mit anderen über Ihre
    Schuppenflechte und Ihre Ängste zu sprechen.
  • Nehmen Sie an Patientenschulungen teil: Dort werden Ihnen Informationen zur Schuppenflechte und praktische Hinweise zur Behandlung, zur Pflege der Haut sowie Möglichkeiten zur Verringerung von Stress vermittelt.
  • Schuppenflechte geht oft mit einem erheblichen Leidensdruck und psychischen Belastungen einher. Umgekehrt geben viele Patienten an, dass ihre Haut unter Stress schlimmer wird oder neue Stellen auftreten. Es kann daher sinnvoll sein, psychologische oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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